Weihnachtsfeier: Wie vermeidet man Fettnäpfchen?

Wenn man an Weihnachten bei der Familie seines neuen Partners eingeladen ist, kann man bezüglich der Bräuche schnell ins Fettnäpfchen treten. Worauf muss man achten, damit dies nicht geschieht?

Man beginnt am besten damit, die neue Partnerin oder den neuen Partner im Vorfeld der Feier nach den Bräuchen und Befindlichkeiten ihrer bzw. seiner Familie auszufragen. Kleidet man sich eher festlich oder eher casual? Macht man Geschenke? Und falls ja, wann werden diese überreicht? Wird gesungen? Gibt es Gesprächsthemen, die tabu sind? Geht man zusammen zur Kirche? Und gibt es besondere Menüs?

Weiss man schon im Voraus, dass es eine Speise gibt, die man aus kulturellen, religiösen oder gesundheitlichen Gründen nicht essen kann, sollte man dies dem Partner mitteilen, damit dieser die für das Essen zuständige Person rechtzeitig informiert. Schmeckt einem das Essen einfach nicht, gilt: Man probiert anstandshalber ein paar Bissen und schiebt dann das, was man nicht gern hat, an den Tellerrand. Achten Sie auf Ihre Tischmanieren. Und benehmen Sie sich generell eher zurückhaltend, und beobachten Sie, was die anderen tun, und machen Sie es dann nach. Wird gebetet, und man ist Atheist oder gehört einer anderen Religion an, dann muss man dazu nicht die Hände falten. Es reicht, wenn man einfach still dasitzt. Beim Outfit gilt im Zweifel lieber overdressed. Umgekehrt bei den Geschenken. Wenn Sie nicht genau wissen, was gewünscht wird, dann wählen Sie Klassiker wie eine gute Flasche Wein oder Pralinees, bleiben Sie aber beim Preis auf den Boden. Sonst können Sie leicht als Protzer rüberkommen. Und ver­gessen Sie vor allem nicht, sich am Schluss zu bedanken.

Tagblatt der Stadt Zürich,
21. Dez 2016